Ein Septembermorgen am Klopeiner See. Das Holz des Stegs ist noch kühl von der Nacht, die Luft riecht nach Wasser und Wald. Beim ersten Schritt hinein fühlt sich der See wärmer an als erwartet. Sie schwimmen ein paar Züge, drehen sich um und sehen die eigene Spur auf der glatten Oberfläche. Sonst bewegt sich wenig.
Der Sommer ist leiser geworden. Vorbei ist er noch nicht.
Der See liegt auf 446 Metern, wird nur schwach durchströmt und bekommt viele Sonnenstunden. Im Sommer erreicht das Wasser bis zu 28 Grad und gibt die gespeicherte Wärme langsam ab. Deshalb kann sich der September noch wie Badeurlaub anfühlen – bei weicherem Licht und deutlich weniger Betrieb.

Das Strandbad Krainz ist 2026 noch bis zum 13. September geöffnet, im September täglich von 9 bis 19 Uhr. Wetterbedingte Änderungen sind möglich.
Wer den Klopeiner See von seiner ruhigsten Seite erleben möchte, kommt am besten am Morgen. Dann fällt die Sonne noch flach über das Ostufer, auf der Liegewiese ist viel Platz, und der Tag beginnt ohne Eile. Meist sind die Kinder zuerst im Wasser. Die Erwachsenen zögern einen Moment – und stellen dann fest, dass der See noch immer die Wärme des Sommers trägt.
Es lohnt sich, vor der Abreise noch einen solchen Morgen einzuplanen. Es sind oft gerade diese stillen Stunden, an die man im November zurückdenkt.
Mit dem Ende der Strandbadsaison ist das Baden am Ostufer jedoch keineswegs vorbei. Im ganzjährig geöffneten Kärntner Badehaus wartet ein beheizter Infinity-Pool unter freiem Himmel. Das Wasser ist 32 Grad warm; hinzu kommen fünf Saunen, darunter eine Zirbensauna und ein Soledampfbad, sowie großzügige Ruhezonen.
Besonders stimmungsvoll sind die kühleren Abende, wenn über dem Außenpool feiner Dampf aufsteigt. Massagen werden nach Terminvereinbarung angeboten. Wer sich eine Anwendung wünscht, reserviert am besten bereits vor der Reise.
Ein wichtiger Hinweis für Familien: Das Kärntner Badehaus ist Gästen ab 16 Jahren vorbehalten. Reisen jüngere Kinder mit, sollten die Erwachsenen ihre Wellnesszeiten daher am besten im Wechsel einplanen.

Südkärnten liegt im Alpen-Adria-Raum, und das schmeckt man. Kärntner Kasnudeln und Jauntaler Had’n stehen neben Gerichten mit slowenischen oder italienischen Einflüssen. Im Spätsommer richtet sich die Küche stark nach der Ernte.
Dann kommen Äpfel, Kürbis, Pilze und die ersten Kastanien auf den Tisch.
Slow Food heißt nicht einfach, langsam zu essen. Die Bewegung arbeitet nach den Grundsätzen gut, sauber und fair. Gemeint sind Geschmack und handwerkliche Qualität, ein schonender Umgang mit Ressourcen und Bedingungen, von denen landwirtschaftliche Betriebe und Gastronomie leben können.
In der Praxis zeigt sich das an kurzen, saisonalen Karten und nachvollziehbarer Herkunft. Der Slow Food Kärnten Guide 2026/27 führt zu Restaurants, Hofläden, Buschenschenken und Produzenten in der Region.
Ein Hofbesuch oder eine Verkostung lässt sich gut in einen gemeinsamen Urlaubstag einbauen. In der ruhigeren Jahreszeit sollten Gruppen Öffnungszeiten und Besuchsmöglichkeiten direkt beim jeweiligen Betrieb erfragen.

Für Familien eignet sich die Drei-Seen-Tour. Sie verbindet den Klopeiner See mit Kleinsee, Turnersee und Gösselsdorfer See, kommt mit wenigen Höhenmetern aus und lässt sich auch mit Kindern fahren.
Zu Fuß führen kürzere Wege zum Wildensteiner Wasserfall; längere Touren verlaufen an der Petzen. Von dort reicht der Blick über Südkärnten. Prüfen Sie im Herbst vorab die Betriebstage der Bergbahn.
Ein weiteres Ziel ist der Hemmaberg bei Globasnitz. Dort wurden frühchristliche Kirchen, Wohnräume und ein Hospiz aus dem fünften und sechsten Jahrhundert freigelegt. Zusammen mit dem Archäologischen Pilgermuseum füllt der Besuch einen halben Tag.
Im Oktober färben sich die Buchenhänge. Morgens kann Nebel über dem Wasser liegen; mittags reicht oft wieder ein Pullover. Die Landschaft wechselt innerhalb weniger Stunden die Jahreszeit.

Vom SeeStrandResort aus lassen sich die letzten Badetage mit Ausflügen, Radtouren und Wanderungen verbinden. Bis Mitte September bestimmt häufig der See den Tag. Danach rücken Berge und Badehaus stärker in den Mittelpunkt.
Das ist praktisch für Familien und größere Gruppen: Nicht alle müssen zur selben Zeit dasselbe unternehmen. Am Abend trifft man sich wieder im Appartement.
Der 13. September 2026 ist der letzte Öffnungstag des Strandbads Krainz. Danach beginnt der Herbst am Klopeiner See: mit warmem Wasser im Badehaus, gefärbten Wäldern und ruhigeren Wegen.
Wer den Sommer verlängern möchte, folgt ihm hier einfach ein paar Tage länger.
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